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 Kapitel 1 - Belagerung

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Cyartec
Spielleitung
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BeitragThema: Kapitel 1 - Belagerung   Do Sep 06, 2012 6:26 pm

KAPITEL 1 - BELAGERUNG
Die Streitmacht hat die Hälfte des Weges geschafft, auch wenn dieser Erfolg hohe Verluste gekostet hat.
Auf der großen Ebene, die zwischen den größten Wäldern des Landes liegt, haben wir ein Lager aufgebaut, aus Baumstämmen und Steinen einen Wall errichtet, der uns vor den Augen der feindlichen Späher verbirgt.

Wichtige Orte im Lager sind:


Der Paddock - ein eingezäuntes Stück Weideland auf dem immer einige Beutetiere wie Kühe oder Schafe grasen, die man bei Bedarf schlachten kann. Sie sind allerdings für die Verwundeten und Ausnahmefälle bestimmt, von gesunden und leichtverletzten Kämpfern wird erwartet, dass sie ihre Nahrung in den umliegenden Wäldern fangen.

Der Versammlungsplatz - eine plattgetrampelte, mit Felsbrocken gespickte Fläche, auf dem Taktikbesprechungen, Versammlungen, Ansprchen und Ähnliches abgehalten werden Sie liegt am Rand des Lagers, gleich neben dem Lazarett.

Das Lazarett - auf weichen Betten aus Moos, Stroh und Heidekraut ruhen hier die Verwundeten, die Genesenden und jene, die um Sterben hierher gebracht wurden. Ein Ort der Heilung und des Todes zugleich, am Rand des Lagers, um sie vom Lärm des Alltags fern zu halten. Hier findet man auch die meisten Heiler.

Der Trainingsplatz - Auf der anderen Seite des Lagers befindet sich eine Kuhle, deren Boden mit Heidekraut bewachsen ist. Nun gut, bewachsen war - inzwischen ist viel davon niedergebrannt. Hier trainieren die Drachen gerne in kleinen sportlichen Wettkämpfen ihre Fähigkeiten. Manchmal werden hier auch Schulungen der neuen Rekruten abgehalten.

Die Schlafplätze - wo ein Drache schlafen will, ist ganz ihm überlassen. Auf Baumwipfeln, im hohen Gras, in Erdhöhlen oder selbstgebauten Zelten, die Hauptsache ist, dass er schnell bereit ist, sollte ein überraschender Angriff das erfordern.

Wichtige Orte außerhalb des Lagers sind:

Wald von Iwar - Dieser Wald im Norden des Lagers ist von lichten Laubbäumen bewachsen, von Nymphen bewohnt und mit feuchten Mooren durchzogen. Ihr findet dort Hasen, Hirsche und einige sehr lästige Stechdrachenschwärme, aber alles in allem hat der Wald einen wahrlich verzauberten Charakter.

Wald von Karderre - Im Süden wird die Ebene, auf der das Lager aufgebaut ist, von immer dichter werdendem Misch- und Nadelwald begrenzt, in dem scheue Tiere und gefährliche Wesen ihr Unwesen treiben. Auch wird von einigen Schluchten berichtet, die das Erdreich ganz im Norden zerreißen und einen Weg ins Innere der Erde darstellen sollen... Behaupten zumindest einige Abenteurer.

Die Front - im Westen des Lagers, in einigen Meilen Entfernung, wurde die imaginäre Grenze gezogen, die das Einflussgebiet Raturans von dem, das wir bereits zurück erobert haben; trennt. Dort werden die Linien aufeinandertreffen, und bis da hin sollte man sich so gut es geht fernhalten von der "Todeszone".

Was uns bevorsteht...
Viele Drachen wurden in der letzten Schlacht verwundet, und einige haben diese Strapazen nicht überlebt. Geschwächt wie die Streitmacht ist könnte ein Überraschungsangriff vernichtend sein. Deshakb werden neue Rekruten zwar gerne gesehen, sie zu nützlichen Kämpfern auszubilden braucht allerdings Zeit. Die Rekruten werden normalerweise von den Leutnants und Offizieren der jeweiligen Divisionen ausgebildet, doch nun befindet man sich in der bedrückenden Lage, dass zwei der Führungsoffiziere im Kampf den Tod fanden, und alle Leutnants andernorts gebraucht werden. Die Neuankömmlinge müssen also so schnell wie möglich lernen - und müssen die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass ihre erste Schlacht auch ihre letzte sein könnte.
Momentan sind beide Parteien geschwächt, und wir vermuten, dass uns etwa zwei Wochen Ruhe gegönnt ist, bevor die nächste Welle feindlicher Soldaten die Front erreicht hat.

Yippijajey.
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Gawain
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   So Sep 16, 2012 4:19 pm

Ein gar erschöpfender Vormittag

Auf dem Weg zum Versammlungsplatz | Allein

Mit einem Seufzen der Erleichterung faltete Gawain seine Flügel, während die Haut unter seinen Schuppen sich weiterhin anfühlte als könnte sie jederzeit einreißen und seine Organe ausspeien. Dieses unangenehme Gefühl war zwar durchaus berechtigt nach dem stundenlangen Flug in den turbulenten Gefilden über die Wälder, dem Drachen kam es dennoch ungewöhnlich...schmerzhaft vor.
Mit steifen Schritten verließ der Prachtflügel die Landebahn, und bahnte sich einen Weg zwischen einigen jüngeren Leutnants der Kampfivision, die sich über die anfallenden Extraschichten beschwerten. Gawain nickte ihnen nur grüßend zu - er war bis auf weiteres mit genügend anderem beschäftigt, und solange hier keiner streikte, gab es keinen Grund zur Beunruhigung.
Als der Taktikoffizier das Lager durchschritt, breitete sich in ihm eine immer größer werdende Ruhe aus. Der vertraute Anblick seiner Kampfgefährten, die ihren Erledigungen nachgingen, hätte viel besser in ein Dorf am Lande gepasst als in ein militärisches Lager kurz vor der Front. Die Sonne stand hoch am Himmel, ihre Strahlen brannten sich ins niedergetrampelte Gras und trockneten es zu feuchtem Heu. Gawain erlaubte es sich, kurz die Augen zu schließen und die Wärme in sich aufzunehmen, die zu den Vorzügen eines Lebens außerhalb der Berghöhlen von Daendur gehörte.
Um ehrlich zu sein konnte er sich ein Leben ohne Sonnenlicht nicht mehr vorstellen, auch in einer solch prachtvolen Umgebung wie seiner Heimat nicht. Die goldenen Muster, die das Licht auf seinen Augenliedern malte, faszinierten den Drachen. Sie faszinierten ihn so sehr, dass er nicht bemerkte, dass er zwischen den Zelten stand und den anderen Passanten den Weg versperrte.
Das Amüsante daran war, dass sich keiner traute, ihn in seiner Trance zu stören - nein, alle Drachen hinter ihm beobachteten zwar etwas verwirrt, aber doch respektvoll seinen Blick zum Himmel. Offenbar dachten sie ernsthaft, er sei mit etwas Wichtigem beschäftigt...
Gekonnt verbarg der Prachtflügel das Lächeln, dass ihm die Lefzen zu verziehen drohte, und machte Platz.
Es hatte gewiss auch Vorteile, ein hochgestellter Offizier zu sein. Neben viel zu langen Arbeitszeiten, ständiger Verantwortung für seine Brüder und langweiligen Besprechungen. Apropos Besprechung! Er hatte ja mit Seregon vereinbart, seine Erkenntnisse mit ihm zu teilen.
Was blieb ihm da anderes übrig, als sich auf den Weg zum Versammlungsplatz zu machen? Mit einem ergebenen Seufzer entfernte Gawain sich in die entsprechende Richtung.


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Brask

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   So Sep 16, 2012 5:35 pm

kahrt vom Erkundungsflug zurück | begibt sich zum Versammlungsplatz und erstattet Gawain Bericht]

Ein letztes Mal blähten sich die Flügelhäute der Drachin mit einem schier sirrenden Unterton, ehe sie die schlanken Flügel faltete und die letzten zweieinhalb bis drei Meter bis zum Erdboden mit einem gekonnten Satz hinter sich brachte. Ein selbstgefälliges Lächeln zog sich über ihr Maul, als sie sich aus der Hocke emporreckte, die Flügel gediegen neben den ebenso schlanken Leib legte und schließlich ihren Hals gewissenhaft aufrollte. Den Erkundungsflug, der ihr als Tagesbeschäftigung galt, hatte sie erledigt und nun war es an der Zeit, dem erstbesten Offizier davon zu berichten, um endlich des Rest des Tages mit deutlich sinnvolleren Aufgaben zu spicken.

Ein kurzer Blick in den Himmel ließ Brask sich vergewissern, das kein weiterer Drache im Anflug auf die Landebahn war und sie somit bloß freies Feld zu überqueren hatte. Ihre nun folgenden Schritte führte sie eilig an den aufgeschlagenen Zelten vorbei, in und vor denen vor allem die jungen Rekruten über die Geschehnisse der letzten Tage philosophierten und mutmaßten. Ein laut hörbares Seufzen drang ihr aus der Kehle, als sie die Sorgen und Befürchtungen einer Gruppe vernahm und letztendlich mit den Augen rollte. Ihr Kopf schlug sich seitwärts, in Richtung der etwas jüngeren Rekruten – sie war das andauernde Gemoser leid:

“Reißt euch mal zusammen! Wenn die Offiziere von euren von Sorgen geplagten Gedanken Wind bekommen, dann Gnade euch der Westwind selbst – dann könnt ihr gleich den Heimweg antreten. Dann werdet ihr keinen Sieg, Ruhm oder was ihr sonst anstrebt mit nach Hause nehmen. Dann habt ihr gar nichts mehr!“

Ihre Worte donnerten kaum überhörbar über diesen Teil des Zeltplatzes und ein seltsamer zitternder Unterton schwang mit eben jenen Worten mit. Ein Zustand, nein eine Eigenart, die Brask meist so gut wie möglich zu vermeiden versuchte, es ihr heute jedoch ob ihrer etwas angekratzten Laune kaum gelang. Als die dunkle Drachin keine Gegenantwort, sondern bloß offene Mäuler erntete, schüttelte sie abermals mit dem Kopf, ehe sie sich abwand und zum Versammlungsplatz schritt. Ihr Herz bebte noch immer, als sie den Platz betrat und ihren Blick schweifen ließ – hier musste doch..ah. Mit einem Nicken versuchte sie, sich bei dem Taktikoffizier bemerkbar zu machen, ehe sie in einem großen Bogen zu ihm schritt und im angemessenen Abstand innehielt.

Brask war seit nun mehr als drei Wochen in dem Lager anwesend und hatte bis dato wenig mit den Taktikoffizier zu tun gehabt. Ihr Hauptaugenmerk galt vor allem, sich auf Dauer als medizinischer Leutnant einschreiben zu lassen und hatte sich aufgrund dessen so oft wie möglich damit beschäftigt, den Kranken und Verwundeten beistand zu leisten. Oder eben die Leichen vom Krankenbett zu entsorgen. Leider war ihr Aufgabenbereich deutlich unspannender, als vielleicht zuerst erwartet. Lagerarbeiten und diverse stupide Aufräumarbeiten waren bisher die Hauptbeschäftigung der Drachin gewesen – und trugen daher bis heute nicht allzu sehr zu ihrer allgemeinen Laune bei.
Erst der heutige Morgen hatte ihr dann auch noch die so spannende und vor allem geistig „wirklich fordernd“ Aufgabe beschert, sich im Umland ein wenig umzuschauen, nach Spionen Ausschau zu halten und schließlich einen Offizier davon in Kenntnis zu setzen. Eine Aufgabe, die der zwar nicht flugfaulen, aber eher praktisch veranlagten Drachin derart missfallen hatte , dass es sich nun auch in ihrer Stimme niederschlug:

“Keine Auffälligkeiten entdeckt, Sir.“

Brask versuchte so förmlich wie nur eben möglich zu sein, konnte jedoch den gelangweilten Schwung ihrer Stimme abermals nicht verbergen. Ein Seufzen folgte, ehe sie sich niedersetzte und ihre Schwingen neu faltete. Ihren Kopf nun leicht senkend – die Zähne jedoch alsbald fest aufeinander pressend, formulierte sie eben jene Bitte noch einmal, die sie in den letzten Tagen schon so oft an die ihr vorgesetzten Leutnants und Offiziere gerichtet hatte:

“Sir, wenn ich sie noch einmal belästigen darf...wann erfolgt denn nun die Einteilung in die neuen Aufgabenbereiche? Ich bin nun seit mehr als 20 Tageswenden hier und bin noch immer als Rekrut ausgezeichnet – Sir...mein Wunsch in die medizinische Versorgung zu gelangen, habe ich bereits am Tag meiner Anreise geäußert und sogar die Anmeldebedingungen dafür erfüllt...“

ihre Stimme brach ab, als sie ihren Kopf wieder hob. Ob Offizier Gawain ihr überhaupt zuhörte? Irgendwie sah er leicht verträumt aus..

“Sir?“

wiederholte sie und fixierte den Taktiker.


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Ethiel

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   So Sep 16, 2012 6:08 pm

grade im Lager angekommen l Wer will?


Den Wald gerade hinter sich gelassen, landete die schwarze Drachin nun auf einer mit Gras bewachsenen Ebene. In der Ferne konnte sie schon das Lager erkennen, dass sie nun schon seit einer Weile aufsuchen wollte, um sich dort als Rekrut zu melden. In den letzten paar Tagen war sie eine ziemliche Strecke geflogen und war nun glücklich ihr Ziel fast erreicht zu haben.
Doch bevor sie losging, sah sie sich noch einmal um, nur um sicherzugehen. Dabei musste sie ihren Kopf jedoch etwas umständlich drehen, damit sie auch wirklich alles sah, denn auf ihrem linken Auge war sie seit einem Kampf erblindet und seitdem war sie immer etwas übervorsichtig wenn es darum ging mögliche Gefahren aus zu machen.
Als sie sich vergewissert hatte, dass ihr niemand gefolgt war, oder sich ihr unbemerkt genähert hatte, trottete sie langsam in Richtung Lager.
Das Wetter war heute nicht grade das schönste für sie, es war einfach zu warm für die junge Drachin und die Schwarze Färbung ihrer Schuppen machte es auch nicht grade besser.
Doch Ethiel versuchte sich einfach mal zusammen zu reißen und ging nun in einem etwas schnelleren Schritt weiter.

Nach nicht allzu langer Zeit hatte sie es endlich geschafft. Sie war im Hauptquartier vor der Front angekommen. Allerdings war ihr nicht ganz Wohl, zumal viele der Drachen sie etwas argwöhnisch ansahen und sie durch das Blinde Auge den Überblick verlieren könnte. Deshalb zuckten ihre Ohren etwas nervös hin und her, was sie wahrscheinlich auch etwas nervös wirken ließ. Doch wie immer, ignorierte sie diese Tatsachen einfach, denn irgendwie wollte sie nicht feindselig gegenüber den anderen erscheinen. Sie war einfach nur neu hier und das war wohl normal. Außerdem wollte sie sowieso erst einmal zu einem Offizier.
Suchend sah sie sich um.
Der Offizier kann ja nicht allzu schwer zu finden sein.
Dachte sich Ethiel und versuchte sich selbst etwas Optimismus einzureden.



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Gawain
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Mo Sep 17, 2012 5:41 pm

Vorbildliche Penetranz

Am Rande des Versammlungsplatzes | zu Brask
Da war ja noch etwas gewesen.
Gawain hatte kaum den Versammlungsplatz betreten, als eine der wohl penetrantesten Rekrutinnen seit der Zeit der großen Unfruchtbarkeit auf ihn zustapfte. Ein Gesicht, aus dem tiefe Unzufriedenheit und auch die Bereitschaft, sie am nächstbesten Opfer auszulassen sprachen. Der Blick, mit dem sie ihn fixierte, ließ keinen Zweifel daran offen, wen sie auserkoren hatte.
Natürlich begrüßte Gawain sie mit einem höflichen Lächeln.
Doch während Brask ihm ihren wirklich sehr gestauchten Bericht vortrug, verschwand das Lächeln allmählich von seinem Gesicht und ließ seine Augen schmerzlich leer zurück.
Der Grund dafür, dass er den Namen der Rekrutin kannte, war nicht etwa sein besonderes Interesse an ihr, sondern dass ihn Dandrea, die ehemalige Medizinische Offizierin, vor etwa einer Woche um eine Einschätzung ihrer Fähigkeiten gebeten hatte.
Dandrea war im letzten Kampf gefallen, ironischerweise gerade als sie einen Verwundeten vom Schlachtfeld trug. Es hatte diese eine Regel zwischen Raturans Soldaten und denen der Allianz gegeben: Dass Medicaldrachen, die nicht in den Kampf eingriffen, Immunität besaßen. Doch es schien als besäßen diese Ratten nicht einmal genug Ehrgefühl, sich an eine einzige Abmachung zu halten. Dandrea war an den Wundentzündungen nach einer Sprengbombe gestorben, die jemand ihr hinterhergeworfen hatte. Er war dabei gewesen, hatte zugesehen, wie ihre Beine unter ihr nachgaben, und war doch machtlos gewesen, seiner Freundin zur Hilfe zu eilen.
Die Zähne des Taktikoffiziers mahlten zornig aufeinander, bis es weh tat, und ihm bewusst wurde, dass er keine Silbe von dem mitbekommen hatte, was Brask von sich gegeben hatte.
Scham darüber, dass er sich vom Tod der medizinischen Offizierin so sehr in seinen Pflichten stören ließ erfüllte ihn, während er hastig die Worte zu memorieren suchte, die seine Ohren wohl oder übel aufgeschnappt haben mussten.
Zu seinen Gunsten brauchte es nur wenig Kombinationsgabe, um Wunsch, Medizinische Versorgung und Anmeldebedingungen erfüllt in den richtigen Kontext zu setzen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Brask ihn gestern schon mit demselben Anliegen an den Nerven gekaut hatte.
Aufreizend langsam ordnete Gawain seinen Schwanz um seine Beine, klärte seine Gedanken von Dandrea (die sich dort wirklich besorgniserregend oft einschlich) und erwiderte:
„Rekrutin, ich glaube kaum, dass Sie meine Erlaubnis abwarten, um mich zu belästigen.“
Der hochgewachsene Drache legte geduldig den Kopf schräg und musterte seine mürrische Untergebene skeptisch.
„Abgesehen davon ist meine Antwort die Gleiche wie gestern Abend: Ich bin nicht überzeugt von ihrer Befähigung, die Verantwortung für ihre Handlungen zu tragen, sobald sie andere betreffen als Sie selbst.“ Er konnte förmlich fühlen, wie er den Gesprächsfaden verlor, riss sich aber schnell wieder zusammen. Seit die beiden weiteren Führungsoffiziere nicht mehr waren, hatten er und Seregon die alleinige Kontrolle über die vier Divisionen zu verantworten – es gab keine größere Ehre, aber auch keinen schlimmeren Alptraum für den goldenen Drachen. Der Kommandant musste komplett wahnsinnig sein, sie solchem Druck auszusetzen! Doch auch wenn Gawain am Geisteszustand Cyartecs Zweifel aufkamen, er hätte niemals eingestanden, dass er zu viel forderte. Nein, wenn es das Schicksal so wollte, dann würde er eben spätnachts völlig ausgebrannt in sein Lager fallen, aber er würde sich nicht beklagen wie ein verweichlichter Schlüpfling.
Sich dessen bewusst, dass Brask seine Stellungnahme persönlich nehmen würde, fuhr er fort.
„Sie haben zwar außerordentliches Geschick in allen Prüfungssparten bewiesen, aber auch einen fast schon ungesunden Ehrgeiz. Damit mögen Sie in der Kampfdivision weit kommen, in der medizinischen Abteilung jedoch sind andere Qualitäten wichtiger als persönlicher Erfolg.“
Immer noch hielt der Offizier dem Blick der Drachin stand, wartete darauf, die Wut auflodern zu sehen, die wohl kommen musste.
Eines musste er zugeben: Mut hatte die orangene Drachin, die ihn so unverhohlen telepathisch dazu zwingen wollte, sie zu befördern.
„Beweisen Sie mir, dass Sie Mitgefühl zeigen und im Team arbeiten können, und ich werde Sie persönlich befördern.“, setzte er nach, mit einer ruckartigen, auffordernden Bewegung des Kinns in ihre Richtung.



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Seregon
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Sa Sep 22, 2012 9:08 pm

Von Freiheitsgefühlen bis hin zu neuen Rekruten

nahe des Lagers, grasbewachsene Ebene | Ethiel

Leise, beinahe vollkommen lautlos glitt der eisblaue Drache durch den Himmel. Etwas schöneres konnte es gar nicht geben. Seregon legte seine Schwingen eng an seinen Körper, spürte, wie sich sein Flug binnen weniger Momente beschleunigte. Er liebte es einfach, frei und ohne einen strikten Befehl tun und lassen zu können, was er wollte - nicht ganz so, wie er sich das vorstellte, er hatte Pflichten und Aufgaben, die es zu erfüllen galt. Aber dennoch war seine Zeit unkonntrollierter, als die der Rekruten. Seine Arbeit war nicht immer leicht, das musste er schon zugeben, doch das hatte ihn noch nie sonderlich beeindruckt, oder gar abgeschreckt. Was zu tun war, war zu tun. Dagegen ließ sich nichts machen. Doch ehe er wegen seinen umherschweifenden Gedanken noch auf den Boden der Lichtung zu seinen Füßen krachte, sollte er sich lieber überlegen, was als nächstes zu tun war. Immerhin konnte er nicht mit dem Fliegen seine wertvollte Zeit verschwenden.
Ungefähr zwei dutzend Meter über dem Boden breitete Seregon seine Schwingen wieder aus und fing somit seinen Fall ab. Er spürte den Luftwiederstand, glitt noch einige Meter tiefer und setzte dann seinen Weg zum Lager der Drachen fort. Die Schwingen des eisblauen Drachens schlugen langsam un in gleichmäßigem Tempo auf und ab und seine Augen suchten den Boden nach einer kleinen Malzeit ab. Schon seit einiger Zeit hatte er nichts mehr gegessen und allmählich wurde er richtig hungrig.
Eine Bewegung, ein Schwarzer Schatten, erregte seine Aufmerksamkeit. Seregon hatte schon einige Male fremde Drachen um das Lager der Rebellen zur Rede gestellt, dies hier war wahrscheinlich wieder das Gleiche.
So lautlos wie möglich wollte er diesem Drachen folgen, doch das brauchte er gar nicht. Dieser nahm sein Schicksal selbst in die Hand, indem er nach kurzem Zögern eilig Richtung Lager lief. Und das sah nicht so aus, als würde er etwas bösartiges vorhaben. Sicher sein konnte man da aber nie, in den Zeiten des Krieges...
Seregon hatte sowieso Anleitung nach Vollendung seines Auftrags wieder ins Lager zurück zu kommen, da konnte er doch gleich nachforschen, was dieser neue Drache hier wollte - obwohl er es sich schon denken konnte. Ein neuer Rekrut, der sich ihnen anschließen wollte.
So schön dieser Neuzuwachs auch war, manchmal wurde es dem eisblau gefärbtem Drachen dann doch etwas zu viel. Aber...so war seine Arbeit eben. Man sollte sich nicht von seinen Eigenen Bedürfnissen leiten lassen, wenn sie in solch schwierigen Zeiten nicht dem Allgemeinwohl dienten - nun gut...meistens zumindest nicht.

Den fremden Drachen immer im Blickfeld behalten, flog Seregon näher an das Lager heran, ließ sich weiter abwärts gleiten und setzte sanft auf dem von vielen, viele Drachenbeinen festgestampften Landeplatz auf. Nachdem er seine Flügel ordentlich zusammengefaltet hatte machte er sich auf den Weg zu der neuen Drachendame - wie er nun veststellen konnte.
Sie schien etwas orientierungslos - was ja auch kein Wurder war, bei dem geschäftigen Treiben und dem ganzen Trubel im und auch um wenige dutzend Meter um das Lager herum.
Seregon trat neben sie und gab ihr mit ruhiger, allerdings etwas gelangweilter Stimme Auskunft. Er hatte dies einfach schon oft genug getan, und mittlerweile ging ihm das ganz schön auf die Nerven. Aber über dieses Thema hatte er sich vorhin doch schon reichlich Gedanken gemacht...

"Die Aufnahme von neuen Rekruten erfolgt erst nach einem gründlichen Check des Medicus, sowie einem kurzen Gespräch. Wenn es das ist, was du suchst. Falls nicht, warum bist du hergekommen? Kann ich helfen?"



Zuletzt von Seregon am Mo Okt 01, 2012 7:14 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Ethiel

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Sa Sep 22, 2012 10:13 pm

Nocheinmal sah sich sich im Lager um. Es war definitiv zu voll, dennoch ließ es sich grade so noch ertragen.
Als sie dann plötzlich die etwas genervte Stimme eines Fremden Drachen hinter sich vernahm drehte sie sich um, neigte den Kopf zur Begrüßung und musterte ihren Gegenüber ersteinmal genau. Es war wohl eindeutig ein Eisdrache der da vor ihr stand, kein sonderlich großer, denn sie selbst überragte ihn ein gütes Stück.
Zudem sah er so aus, als ob er nicht sonderlich glücklich war, jemand Fremden im Lager zu sehen, zumindest sagte das der Ton seiner Stimme aus.
Aber da das sicher schon eine ganze Weile immer so ging, dass Neulinge hier antrafen antwortete sie einfach in einem angemessen freundlich und zugleich höflichen Tonfall um ihn nicht noch weiter zu stressen.
Denn sie wollte ja helfen und nicht noch unnötig jemanden zur Last fallen der besseres zu tun hatte. Das wäre ihr wirklich unangenehm wenn dies der Fall wäre.
Außerdem schien er auch ein Drache mit höherem Rang zu sein, da ihm die anderen Drachen, die sich noch um sie herum bewegten ihm mit Respekt gegenüber traten.
Vielleicht einer der verbliebenen Offiziere?
fragte sie sich und legte leicht den Kopf schief. Etwas neugierig war sie ja schon, fragen wollte sie allerdings nicht unbedingt.
Sie kannte sich da nicht so gut aus deswegen war sie sich nicht ganz sicher, aber das ließ sie vorerst nicht durchscheinen.
Ja ich komme um mich euch anzuschließen. fing sie dann an und überlegte kurz. Wenn sie sich erst einem Check unterziehen musste, könnte das ganze etwas knapp werden.
Es war überaus fraglich ob sie Rekruten mit einem Defizit aufnahmen, der nicht grade unbedeutend war. Aber das sollte der Medicus, oder er selbst entscheiden. Wenn es drauf ankam, gab es sicher eine andere Aufgabe für sie. Immerhin war sie offen für alles. Wenn sie kämpfen durfte würde sie dies auch mit Vergnügen tun, falls nicht würde Ethiel versuchen sich anderweitig in irgendeiner Form nützlich zu machen.
Dennoch wollte sie es zumindest Versucht haben, so gehörte sich das für die junge Fae.
Es war eine Sache des Willens. Um das Gespräch machte sie sich eher weniger Sorgen. Dabei konnte man, ihrer Meinung nach, nicht viel falsch machen.
Schließlich schüttelte sie den Kopf um die wieder einen klareren kopf zu kriegen und sich nicht wieder in den details und irgendwelchen vielleicht unbegründeten Sorgen zu verlieren.
Wo finde ich denn den Medicus? fragte sie höflich nach kurzem schweigen hinterher.



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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Sa Sep 29, 2012 7:50 pm

Der Blick der Drachin fiel beinahe ins apathisch-unfähige ab, als Gawain geendet hatte. Teamgeist? Mitgefühl? Hatte sie dies alles etwa nicht? Unsicherheit machte sich in der Magengegend der Drachin breit und erzeugte ein unschönes, ja brennendes Gefühl das sie kurz aufstoßen ließ. Braks entwich folglich ein unbewusstes Grollen, das sie erst in den letzten Tönen zu schlucken versuchte und dann beinahe hektisch beschwichtigend nickte, ehe sie einige, ehrlich gemeinte Worte fand.

“Danke für die Anerkennung“

jegliches Zischen in ihrer Stimme war verflogen und eine ungewohnte Ruhe befand sich nun in ihrer Stimme, ehe sie fortfuhr:

“Dennoch verlange...verzeihung....erbitte ich Euch in nächster Zeit nach einer Chance eben jenes unter Beweis stellen zu können. Meine bisherigen Aufgaben galten kaum der Gruppe – auch wenn ihr sicherlich einen Grund finden würdet, die Lagerarbeiten in irgend einer Art und Weise auf das Wohl der Allgemeinheit zu beziehen. Der heutige Erkundungsflug war die erste Aufgabe die dem ansatzweise gleichkommt.“

Ihre Tonlage rutschte aufwärts, als sie sich erhob und den Kopf etwas mehr in die Richtung des Goldenen drehte. Jedem anderen hätte sie diese Worte wohl verwehrt, doch Gawain schien ihr mitfühlend genug – für einen Offizier – um ihre Lage zu verstehen.

“Ich will nicht als egoistisches Mistweib dastehen.“

ergänzte sie und senkte nun wieder den Kopf um den Blickkontakt zu kappen. Das ihr Eifer und die Mühe, die sie bisher in ihre „Ausbildung“ gesteckt hat, derart falsch angekommen war, hatte sicherlich auch mit ihrer forschen und schnippischen Art zu tun, aber was sollte sie gegen ihre Eigenarten schon großartig unternehmen? Sie war nie jemand gewesen, der sich für andere Individuen verbog wie es jenen eben passte. Sie machte ihre Arbeit stets mit besten Gewissen und äußerst gründlich – der Rest sollte und wäre vor allem ihr eher egal. Oder legte Gawain dies nun schon als egoistische Einstellung aus? Die Augen der Dunklen Drachin schlossen sich für einen Augenblick, ehe sie seufzte und den Kopf schüttelte, dass ihre Halsmuskeln in der Bewegung nachwogen. Ein Strecken der Schwingen folgte, ehe Brask in die Runde sah und schließlich gähnte. Vielleicht war sie ja auch in der Sparte die sie für sich aussucht hatte, völlig falsch aufgehoben? Ihrem Blick, der sich nun auf ihr Gesicht geschlichen hatte war deutlich zu entnehmen, dass es in den Hirnwindungen der Drachin brodelte: war es die richtige Entscheidung gewesen, hier so viel Zeit zu investieren? Sicher....sonst hätte Gawain sie nicht für ihre Leistungen gelobt. Sollte sie lieber in die Kampfdivision einsteigen so wie der Offizier es sagte? Gedankengänge vermischten sich mit Überlegungen und drangen schließlich als Räuspern an die Außenwelt als sie sprach – ihrem Blick zufolge, hing die jedoch noch einigen Gedanken nach:

“Vielleicht muss ich mich auch einfach mal völlig neu orientieren...“

seufzte sie und beendete damit ihre Worte.


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Gawain
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   So Sep 30, 2012 10:12 am

Ein Huhn von edlem Geblüt

Am Rande des Versammlungsplatzes | mit Brask
Gawain war ehrlich erstaunt, als er Brasks Gesicht sah. War ihr ihr Verhalten wirklich nicht bewusst gewesen? Nun, sollte das echt sein, und sie nicht eine herrausragende Schauspielerin, dann war sie soeben eine Stufe auf der Leiter seines Ansehens gestiegen.
Und so ungern er zugab, dass die Worte der Rekrutin der Wahrheit entsprachen, musste sich der Offizier doch eingestehen, dass das Sammeln von Feuerholz nicht wirklich eine Aufgabe war, bei der Genialität zu Tage trat. Das zermürbende Gefühl, keinen Schritt voranzukommen, war ihm selbst noch sehr vertraut.
Und doch hatten diese Aufgaben ihren Zweck. Geduld, akribische Arbeitsweise, Gehorsam, Zusammengehörigkeitsgefühl - solche essenziellen Tugendn eignete sich ein Rekrut während seiner Ausbildung an. Oder besser: Sollte sich aneignen, denn es gab doch immer wieder diejenigen, die hochmütig nach angenehmeren Aufgaben verlangten. Das waren dann diejenigen, die für die Entsorgung des Lagerabfalls und der Exkrmente der Nutztiere verantwortlich waren.
Dem goldenen Drachen widerstrebte es aber, Brask zu so einem Dienst zu verdonnern. Sie trug keine Schuld daran, dass gerade nur wenige Rekruten im Lager waren, mit denen sie eine Beziehung hätte aufbauen können, und ihre Fähigkeiten als Heilerin waren wirklich beachtlich - bei dem Mangel an Medici, wie er gerade herrschte, war das Durchaus ein großer Punkt zu ihren Gunsten.
Ihre letzten Worte aber machten Gawain gehörig zu schaffen.

"Eure Worte beleidigen Euch selbst! Ihr wollt nicht allen ernstes alles, dass ihr in den letzten Monaten gelernt habt, fortwerfen, um euch einer Gruppe schlitzwütiger Berserker anzuschließen? Ich bereue, Euch meine Unterstützung angeboten zu haben, aber ich dachte, Ihr hättet einen Funken Verstand in eurem Schädel."

Oh, wie viel er von den höflichen Umgangsformen verlernt hatte! Es war schändlich, einem Weibchen gegenüber solche Vorwürfe zu erheben. Sein Onkel hätte ihn verstoßen, wären ihm diese Worte zu Ohren gekommen. Doch bei aller Scham über die verlorenen Floskeln befand sich Gawain doch im Recht - immerhin diktierte ihm sein Posten, dass Beste für das Heer zu tun, und eine begabte Heilerin nur aufgrund seiner Einschätzung ihren Posten verlassen zu lassen, war auf keinen Fall eine gute Entwicklung.

"Ich will damit nicht sagen, dass ihr nicht in der Aufklärung oder Taktik ebenfalls eine Bereicherung wärt... Ihr habt meine Worte missverstanden."
, lenkte er missmutig ein.
Der Prachtflügel hätte sich gern selbst applaudiert - er war in etwa so professioneller Manier mit Brask umgegangen wie ein Huhn beim Fliegen. Eine Schande für ein Huhn aus einem Adlerhorst.
Während er um seine Fassung rang erblickte Gawain aus dem Augenwinkel seinen Freund und Kollegen Seregon - und glücklicherweise einen Drachen, den er noch nie zuvor gesehen hatte. Neue Rekruten waren immer gerne gesehen, und dieser hier kam zu einem ganz besonders guten Zeitpunkt.
Der Offizier bedeutete Brask, ihm zu folgen, und schloss zu seinem Gefährten auf, den er mit einem freundlichen Nicken begrüßte.

"Rekrut, ich freue mich, Euch in unserem Lager begrüßen zu dürfen. Das hier ist Brask, sie wird eure Überprüfung vornehmen und euch in die Gepflogenheiten der Streitmacht einführen."

Zu der dunklen Drachin hinter ihm gewandt sprach er mit erhobenen Augenwülsten das Offensichtliche aus.

"Eure Chance, Heilerin."


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Seregon
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Di Okt 02, 2012 8:56 pm

Eine wahrhaf gerechte Aufgabe

Am Rande des Versammlungsplatzes | Ethiel, Gawain, Brask

Und wieder hatte die erprobte Kampftruppe einen Rekruten mehr auszubilden. Gut für die weiteren Entwicklungen des Geschehens, aber dennoch. Was nützen einem Frischlinge, wenn man Kämpfer, die nicht davor zurückschreckten jedem Feind, der ihnen über den Weg läuft den Garaus zu machen, im Hier und Jetzt brauchte. Aber besser als am fehlenden Zuwachs zu scheitern.

"Es ist erfreulich das zu hören, Rekrutin. Lass mich uns vorstellen. Gawain, der Taktikoffizier und ich, Seregon, meines Wissens nach Aufklärungsoffizier, zuständig für die Spionage und Erkundung feindlicher Gebiete."

Während Seregon diese Worte sprach nickte er Gawain anerkennend zu uns sein Blick zu der Drachendame, die er schon von weitem neben Gawain erkannt hatte. Eine seltsame Geschichte war zur Zeit im Umlauf. Über eine Rekrutin, die zwar sehr begabt im Umgang mit Kräutern war, jedoch außerordentlichen, wenn nicht sogar ungesunden Ehrgeiz in ihr Ziel, medizinischer Leutnant zu werden, legte. Allerdings war ihm gerade der Name dieses Drachen entfallen, immerhin konnte man sich nicht alle Namen der neu zugewanderten Rekruten merken, die sich in einem Lager der Allianz von Zrutoir einfanden.

"Man hört Gerüchte über dich, Schülerin. Gute sowie Schlechte. Aber nicht nennenswert, wenn sie nicht wirklich wahr sind...Wie heißt du noch gleich?"

Wie er all diese Förmlichkeiten doch hasste! Viel lieber würde Seregon die neuen Rekruten einfach einschätzen, indem er sie genauestens beobachtete. Aber seine Meinung war ja nicht über der des Kommandants - was eigentlich schade war. Manchmal wünschte sich der Eisdrachen, er selbst wäre Kommandant. Niemand der ihm befielt, niemand der seine Vorschläge nicht akzeptiert. Aber mit diesem Rang würde auch die Verantwortung aller Drachen in diesem Lager, nein falsch, aller Drachen im gesamten Land auf seinen Schultern liegen...Also lieber doch kein Kommandant.

"Eine ehrenwerte Aufgabe, bei der du dich unter Beweis stellen kannst."

Meinte Seregon dann noch auf Gawains Vorschlag hin.
Allmählich stieg ihm die Hitze zu Kopf. Entweder er nahm ein kühles Bad in dem See hinter dem Wald, der das Lager umgab oder er genehmigte sich eine kurze Ruhepause, um sein Schuppenkleid zu kühlen. Sonst würde seine Laune binnen weniger Minuten ins unerträgliche umschlagen.
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Ethiel

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Sa Okt 06, 2012 8:34 pm

Also doch ein Offizier…
dachte sie und wandte den Kopf, als sie Schritte vernahm die sich näherten und wandte dann ihren Kopf so, dass sie einen goldenen Drachen sehen konnte, der auf sie zukam, neben ihm befand sich noch eine Drachin, die er kurze Zeit darauf als Brask vorstellte.

Sie war der Medicus der die Überprüfung vornehmen sollte. Auch die beiden Offiziere stellten sich nun vor. Der goldene Drache als Gawain und der Eisdrache, der sie sozusagen gefunden hatte, als Seregon. Immer noch geisterten ihr einige Bedenken durch den Kopf. Nach einiger Zeit schüttelte sie leicht den Kopf, um ihre soeben wieder aufgeschnappten Bedenken ab zu schütteln und begrüßte die beiden nun auch höflich.

"Guten Tag, mein Name ist Ethiel"

Stellte sie sich gleich noch vor und sah den Taktik Offizier freundlich an.
Er schien etwas bessere Laune zu haben als der Eisdrache Seregon, dem die Hitze wohl nicht gut bekam. Aber sie wollte nicht unhöflich sein also schenkte sie auch ihm ein höfliches lächeln.

Doch dieser war schon wieder im Gespräch und so wartete Ethiel einfach geduldig darauf, dass Brask ihr alles zeigen würde. Aber auch für die dunkle Drachendame sollte dies wohl eine Prüfung darstellen. Zwar konnte sie dem Gespräch nicht direkt folgen, da sie ja nichts von irgendwelchen Gerüchten gehört haben konnte.

Aber die Aussage von Seregon beschäftigte sie etwas. Er war sich also nicht ganz sicher ob er nun wirklich Aufklärungsoffizier war oder nicht. Es war verständlich, dass durch die Kämpfe und die Verluste einiger anderer Offiziere zu einigen Komplikationen kam, doch sollte man sich dann seiner Position nicht erst Recht sicher sein?

Dies war allerdings nur ihre Sicht der Dinge. Vielleicht hatte sich in den Letzen paar Wochen doch mehr verändert als es ihr lieb war.
Aber damit konnte sie sich auch beschäftigen, wenn sie mehr Zeit und vor allem Ruhe dafür hatte und wusste wo sie vorerst bleiben konnte.




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Brask

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Mo Okt 08, 2012 1:33 pm

Der Kommentar Gawains ließ Brask kurz zucken. Der Goldene hatte ja Recht – Brask hatte bisher zu hart gearbeitet, um nun einfach alles über den Haufen zu werfen, aber musste er gleich so forsch werden wie sie es normalerweise an den Tage legte? Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, während Gawain mit seinem Vortrag fortfuhr und schließlich zwei weitere Drachen begrüßte, die sich ihnen genähert hatten.

In diesem Moment schloss die Drachin kurz ihre Augen – es war zum verrückt werden. Ganz egal wie sie sich anstellte, ob es nun ehrlich gemeinte Worte waren oder doch eher die verlogenen Sätze, die sie bisher an den Tage gelegt hatte – man verstand sie wohl grundlegend falsch. Ein inneres Seufzen durchdrang ihren Leib und ließ sie einige Gedanken fassen. Darüber ob sie es wohl bisher falsch angegangen war, ob sie zu aufmüpfig gewesen war - ob sie vielleicht doch etwas zu schneidig gewesen war. Sich selbst dabei ertappend, dass sie all diesen Gedanken eine Zustimmung schenkte, riss die Drachin ihre Augen wieder auf – vor allem jedoch weil Gawain ihren Namen wieder in den Fang genommen hatte und ihr endlich die Chance gab, die sie verlangt hatte. Ihr Blick glitt zu dem hellen Drachen vor ihr, der sofort mit eben jener Thematik fortfuhr. Mit einem selbstgefälligen Lächeln erhob sich Brask, presste ihre Flügel an ihre Flanken und nickte dem Eisdrachen zu.

“Mein Name ist Brask, wie Offizier Gawain bereits sagte.“

ihre Tonlage war recht neutral geblieben, wenn man auch an Wortwahl und Satzbau ablesen konnte, sie verwundert Brask gewesen war, dass er ihren Namen nicht mitbekommen hatte. Abwartend, was er noch zu sagen hatte, hob sie ihren Kopf wieder und fixierte den Drachen vor sich. Gerüchte? Brask versuchte sich zu entspannen. Es kam ihr vor, als wenn nun alle Erwartungen und Augen auf ihr lagen – als die ihren Blick unauffällig schweifen ließ stellte sie fest: dem war wohl auch so. Ein Grinsen zog sich über ihr Maul und mit einem weiteren Nicken kommentierte sie seine letzten Worte.

“Rekrut – nicht Schüler. Über diesen Level bin ich dann doch lange hinaus. Und nun ja, ich hoffe doch sehr dass die Guten überwiegen und meine schlechten Angewohnheiten etwas in den Schatten stellen. Individualität hat jedoch leider ihren Preis.“

sprach sie schnippisch und zog die Maulwinkel ein wenig höher. Sie versuchte eine Spur Herzlichkeit und Ironie in die Worte zu verpacken – in der Hoffnung nicht gleich wieder einen schlechten Eindruck zu machen. Mit einem Mal verließ jedoch jegliche Selbstgefälligkeit die Drachin, als sie sich der Dunklen zuwendete, die sich als Ehtiel vorstellte. Ein heiteres Lächeln stahl sich nun auf Brask Lefzen, als sie sich etwas von den beiden Offizieren entfernte und Ethiel anwies ihr zu folgen.

“Komm, ich zeig dir hier alles. Wenn du Fragen hast, frag einfach. Ich bin schon seit einer Weile hier und kenne den Ablauf hier mittlerweile ganz gut. Wenn du dann alles gesehen hast, gehen wir ins Lager der Medicus und schauen mal wie dein Allgemeinzustand so ist und wo wir dich am Besten unterbringen könnten – das geb´ ich dann so an die Offiziere weiter. Alles klar?“

ihre Stimme als lieblich zu bezeichnen, war vielleicht etwas zu übertrieben – aber dennoch versuchte Brask so freundlich wie möglich zu wirken. Sie war es Leid ständig den falschen Eindruck zu erregen. Eigentlich war sie eine recht freundliche Drachin, wenn sie denn wollte – und jetzt gerade war ihr mal danach. Allen Misserfolgen zum Trotz.

Brask schritt einige Meter vorraus, ehe sie sich zu Ethiel wand und ihr nun das von Narben gezeichnete Auge auffiel. Dazu würde sie später kommen – wenn sie dies großartig beeinträchtigte waren die Chancen relativ schlecht, eine gute Aufgabe zugeteilt zu bekommen. Gut im Sinne von aufregend, produktiv. Für die Gemeinschaft praktikabel. Irgendwie sowas in der Art. Brask schüttelte den Kopf – sie dachte schon wieder viel zu wirr und vor allem viel zu weit im voraus. Eins nach dem andern – vor allem wo sie die beiden Offiziere wohl gleichermaßen im Blick hatten. Ehe sie die Biegung zu den Zeltplätzen nahmen, sah Brask noch einmal zurück und grinste Gawain und Seregon zu. Ein Zwinkern folgte.

.oO(Ich mach das schon)

schienen Hirn und Blick gleichermaßen zu signalisieren. Das konnte ja noch witzig werden mit den Beiden.


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Gawain
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Do Nov 08, 2012 9:08 pm

Folgerichtige Schlussfolgerungen

Abseits des Versammlungsplatzes | [Brask, Ethiel] Seregon

Gawain folgte seinen Schützlingen mit dem Blick, und legte ungläubig den Kopf schief, als Brask ihm zuzwinkerte. Diese Drachin hatte wirklich ein Talent dazu, gerade so vorlaut zu sein, dass es amüsant war, aber nicht so sehr, dass man das Verlangen hatte ihren Kopf in der Erde zu vergraben.
Mit einem schnaubenden Lachen wandte er sich seinem Freund zu, in dessen Gegenwart er keinerlei Floskeln zu beachten hatte - auch wenn der Prachtflügel nie vollkommen seine Erziehung ablegte. In ihrer Bekanntschaft hatte das schon manches Mal für Verwirrung gesorgt, inzwischen kannte Seregon seinen goldenen Freund aber gut genug um den Sinn hinter seiner Sprache zu verstehen.
Gawain wusste seinerseits um die Abneigung des Eisdrachen gegen Hitze, und tippte vorsichtig auf dessen aufgeheitzten Schuppen.

"Brask kommt zurecht. Lass uns die wichtigen Dinge im Schatten besprechen, bevor die Sonne deine Schuppen herunterschmilzt."

Er schlug die Richtung zu einer der wenigen verbliebenen Baumgruppen ein, die auf dem Lagergelände verblieben waren. Einige Kämpfer hatten es sich darunter gemütlich gemacht, doch als sie die Offiziere näher kommen sahen, verschwanden sie in Richtung der Schlafhöhlen, nicht ohne vorher respektvoll zu nicken und Entschuldigungen zu murmeln. Das war einer der großen Nachteile der Befehlsgewalt - keiner wollte etwas falsches in Gegenwart ihrer Vorgesetzten sagen.
Gawain betrübte dieser Umstand, aber er war sich bewusst, dass dieses Verhalten nunmal zu einer Machtposition gehörte.
Macht macht einsam, attraktiv und blind, hatte sein Onkel zu sagen gepflegt, und an seinen Worten war viel Wahrheit.
Aber philosophieren sicherte keinen neuen Sieg, also schob Gawain die Thesen zur Seite und forderte seinen Freund nach kurzer Verschnaufpause auf, ihm von seinem Flug zu berichten.

zieht sich mit Ser zu den Bäumen zurück | die Plicht ruft


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Seregon
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Fr Nov 09, 2012 10:42 am

Ein Bericht anderer Art

Baumgruppe des Lagerplatzes | Gawain
Mit einem tiefen Seufzer ließ sich Seregon unter einem der letzten großen Bäume, die von der großflächigen Rodung noch übrig geblieben waren nieder. Die Tatsache, dass die Kämpfer den Offizieren stehts ihre Plätze anboten, gleich ob der Einschmeichlung oder ehrlichen Respekt wegen, war für den Eisdrachen eines der wenigen vorteilhaften Dinge, die er wirklich schätzte. Immerhin war so sichergestellt, dass er nicht jeden Tag aufs Neue niedergeschlagen oder völlig entnervt seine Aufgaben anging.
Ein neuerliches Seufzen entfuhr ihm als er an seinen Erkundungsflug ins feindliche Revier dachte. Immerhin war nichts unbedingt Schlechtes zu berichten, allerdings auch nichs Gutes. Wieder einmal waren seine Bemühungen erfolglos gewesen. Aber wie sagt man so schön: Wer rastet der rostet.
Immerhin hatte er sein häutiges Pensum an Erkundungen schon erledigt. Jetzt hatte er bis zum Ende des Tages nur noch...die und das und das und dies. Kurz gesagt einfach ZU VIELE Aufgaben zu erledigen. Was allerdings auch gut war, so hatte..."Einfach nicht mehr darüber nachdenken!" Man musste auch mal optimistisch sein und positiv denken. Aber WAS ZUM TEUFEL dachte er da eigentlich?
Das war eine der ersten Auswirkungen der Hitze. Seregon legte den Kopf auf seine Vorderläufe und schloss die Augen.

"Bis jetzt scheint es ein ziemlich ruhiger Tag gewesen zu sein. Mir ist noch nichts sonderlich aufregendes untergekommen..."

Wahrscheinlich sollte er einen etwas längeren Bericht der Lage vortragen, etwas, womit man etwas anfangen konnte, womit man wenigstens eine geringe Vorstellung hatte. Doch sazu war Seregon in seiner jetzigen Verfassung einfach nicht in der Lage. Erste Priotität hatte jetzt das abkühlen seiner Schuppen.


Zuletzt von Seregon am Mo Nov 26, 2012 8:17 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Czaeroi

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Do Nov 22, 2012 2:12 pm

[landet auf den Versammlungsplatz | Wer will?]

Aus den Schatten der Bäume beobachtete Czaeroi das Lager. Ihre Entscheidung war getroffen und doch hielt sie einen Moment inne. Nicht weil sie zögerte, sondern um sich der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst zu werden. Sie würde sich der Armee anschließen. Sie würde kämpfen und Blut vergießen. Doch das würde ihr keine schlaflosen Nächte einbringen. Das schafften ganz andere Erinnerungen. Blut klebte an ihr und der Versuch dieses mit frischen Blut abzuwaschen war ein seltsamer Versuch und sicherlich entbehrte er jeglicher Logik. Doch sie war aus der friedlichen, abgeschiedenen Welt der Versicolor verbannt worden und hier gab es Krieg und Blut und Leid. Es war an der Zeit eine Seite zu wählen – und sie hatte sich für die Allianz entschieden.

Es wurde Zeit. Flink klitterte sie den nächstbesten Baum hinauf und prüfte mit einer schnellen Bewegung der Zunge die Luft. Dann legte sie ihre Tarnung ab und ihre Schuppen färbten sich erneut in den Bronzeton mit dem sie geboren worden war. Sie spreizte die Flügel und lies sich vom Wind zum Lager tragen. Über diesem kreiste sie kurz um sich einen genaueren Überblick zu verschaffen. Es war ein warmer Tag und so reichte es einfach die Flügel auszustrecken und sich tragen zu lassen.

Ihr Blick glitt über die Drachen im Lager und schnell erkannte sie, dass alle Drachen ein ganzes Stück größer waren als sie. Doch damit hatte sie rechnen müssen. Hier war die Welt größer, das hatte sie schnell gelernt. Einige warfen neugierige Blick nach oben. Noch reagierte keiner, doch obwohl sie nur schwerlich als große Gefahr wahrgenommen werden würde, so könnte sie schließlich immer noch eine Spionin sein. Der Gedanke als Gefahr angesehen zu werden amüsierte sie – doch kein Lächeln schlich sich auf ihre Züge. Noch war nicht die Zeit wieder zu lachen.

„Noch nicht.“

Sie entdeckte zwei Drachen, die sich in den Schatten einer Baumgruppe zurückgezogen hatten. Die Tatsache, dass sie dort saßen, während die meisten anderen Drachen fleißig ihren Aufgaben nachgingen und die Tatsache, dass die anderen respektvoll Abstand zu ihnen hielten, verriet ihr, dass diese beiden einen Großteil der Verantwortung auf ihren Schultern trugen.

„Kiriw hat man es auch immer angesehen.“, dachte sie und sofort erfüllte sie wieder dieses schwere Gefühl, dass sie von innen heraus zu lähmen schien.

Es brauchte einen Augenblick um dieses wieder zu vertreiben. Einen Augenblick in dem sie einige Meter absank. Doch sie fing sich wieder und ging dann in einen sanften Sinkflug über. Dabei steuerte sie einen großen kahl gerodeten Platz. Einige Drachen tummelten sich dort, manche gingen fleißig ihren Arbeiten nach, andere starrten sie unverhohlen neugierig an. Sie setzte sich bequem hin und lies ihren Blick über die Menge der Drachen gleiten und erkannte, dass sie zu allen anderen aufsehen musste. Das dämpfte ihre Entschlossenheit etwas. Zum ersten mal fragte sie sich, was sie tun sollte, würde man sie abweisen.

„Es gibt keinen Ort an dem ich zurückkehren könnte.“

Sie verdrängte den Gedanken erneut und verkündete dann mit fester Stimme, die über den Platz hallte:
„Ich bin gekommen um mich der Allianz anzuschließen.“
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Ethiel

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Belagerung   Sa Dez 01, 2012 10:03 pm

Kurz verweilte sie noch, verabschiedete sich dann noch und folgte Brask mit schnellen Schritten und Antwortete ihr:

Ja In Ordnung .... Aber sagt mal, wie sieht denn so ein normaler Tagesablauf hier aus?

fragte sie und legte den Kopf etwas schief. Sie war schon ein wenig neugierig, da sie sich nicht mit so etwas auskannte, aber es interessierte sie trotzdem.
Einmal da sie vorher schon einen kleinen Einblick in das Leben haben wollte, dass sie hier führen könnte und einmal damit sie sich schon mal ein wenig mit so einem Tagesablauf vertraut machen konnte.
Sofern es möglich war hier zu bleiben natürlich. Sollte diese dumme Verletzung sie daran hindern, dann hatte sie andere Pläne. Ethiel würde dann einfach weiter reisen, sich vielleicht einer Karawane anschließen …
Aber darüber konnte sie sich auch noch später Gedanken machen, jetzt sollte sie sich erst mal auf das hier und jetzt konzentrieren und wie es hier weiterging.
Sie schüttelte den Kopf um wieder einen klaren Kopf zu bekommen und trabte weiter hinter Brask her.
Mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck lief Ethiel weiter hinter Brask her und sah sich in dem, wie erwartet, sehr großen Zeltlager um.

Werden alle neuen Rekruten in Gruppen in ihre Unterkünfte gesteckt?

fragte sie dann gleich hinterher, da sie zwar nicht abgeneigt wäre, andere hier kennen zu lernen, aber sie hatte es einfach nicht mit anderen und wollte auch irgendwie nicht unbedingt gerne mit Fremden zusammen in so einer Unterkunft sein... Viel lieber hätte sie ihre Ruhe.
Aber sie konnte sicher auch damit leben.



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